⚠️ Aktuell haben wir eine hohe Nachfrage, wodurch die ersten Termine für Anfang April bereits ausgebucht sind. Wir bemühen uns jedoch, zusätzliche Termine für euch bereitzustellen. Vielen Dank für die Geduld ⚠️

Schreibe mit Uns im Chat

Montag - Freitag 09-17 Uhr

Information

Was tun bei Übelkeit? 7 wirksame Tipps gegen Übelkeit

Ständige Übelkeit kann eine äußerst unangenehme Erfahrung sein und das allgemeine Wohlbefinden erheblich beeinträchtigen. Glücklicherweise gibt es verschiedene Möglichkeiten, mit der Übelkeit umzugehen. Je nach Ursache können die Symptome meist soweit gelindert werden, dass ein normaler Alltag möglich ist. 

In diesem Artikel geben wir eine Übersicht über die sieben besten Mittel gegen Übelkeit, die sowohl gegen chronische als auch plötzliche Übelkeit helfen können. Wir gehen dabei auf Arzneimittel wie medizinisches Cannabis und Tabletten gegen Übelkeit ein und beleuchten außerdem bewährte Hausmittel gegen Übelkeit sowie ganzheitliche Ansätze. 

Die wichtigsten Punkte

  • Medizinisches Cannabis kann bei Übelkeit, einschließlich der antizipatorischen Übelkeit, die oft mit Chemotherapie einhergeht, Linderung verschaffen. Die Cannabinoide des natürlichen Arzneimittels können mit den CB1 Rezeptoren im Gehirn und dem Verdauungstrakt interagieren und die Übelkeit auf diese Weise unterdrücken. 
  • Bei anhaltender Übelkeit und Krebserkrankungen kann der behandelnde Arzt bzw. die behandelnde Ärztin eine Cannabis Therapie in Betracht ziehen. Algea Care ist eine moderne telemedizinische Plattform, die Betroffene mit geschulten Cannabis-Ärzt:innen verbindet. Jetzt Behandlung anfragen
  • Andere Behandlungsmöglichkeiten gegen Übelkeit umfassen die Einnahme von Antiemetika wie Metoclopramid, Aprepitant, Setrone oder Antihistaminika. Ferner können alternative Ansätze wie Akupunktur, Entspannungstechniken und pflanzliche Präparate wie Ingwer oder Kamille zur Linderung von Übelkeit eingesetzt werden.
  • Schonkost kann den Magen entlasten und eine hilfreiche Maßnahme bei der Linderung von Übelkeit sein. Hierzu gehören Nahrungsmittel wie gedämpftes Gemüse, gekochter Reis oder Brühe. Auch stärkehaltige Kohlenhydrate, etwa in Form von Zwieback oder Weißbrot, sind empfehlenswert. 

1 Medizinisches Cannabis

Es gibt zahlreiche, gut etablierte Belege dafür, dass das Endocannabinoid System bei Wirbeltieren Übelkeit und Erbrechen reguliert. Tierversuche haben gezeigt, dass insbesondere Tetrahydrocannabinol (THC) und Cannabidiol (CBD) die Symptome von Übelkeit verbessern können. Besonders nützlich könnte dieser Fund sein, um die mit den derzeit verfügbaren konventionellen pharmazeutischen Wirkstoffen schwer zu kontrollierenden Symptome antizipatorischer Übelkeit zu behandeln, die oft Begleiterscheinung einer Chemotherapie sind. 

Wie kann medizinisches Cannabis bei Übelkeit wirken?

Die antiemetische Wirkung von Cannabis beruht auf der Beeinflussung des Endocannabinoidsystems durch die im Cannabis enthaltenen chemischen Stoffe – allen voran THC und CBD. 

  • Tetrahydrocannabinol – THC kann an die CB1 Rezeptoren im Gehirn und im Verdauungstrakt binden, die an der Regulierung von Übelkeit und Erbrechen beteiligt sind. Durch diese Aktivierung kann THC die Signalübertragung hemmen und das Gefühl von Übelkeit unterdrücken. Ferner kann THC die Freisetzung bestimmter Neurotransmitter (z. B. Serotonin) modulieren, die ebenfalls am Entstehen von Übelkeit beteiligt sind. 
  • Cannabidiol – CBD besitzt entzündungshemmende und antioxidative Eigenschaften, die entzündliche Prozesse im Magen-Darm-Trakt hemmen können. Studien kamen zu dem Schluss, dass auch CBD antiemetische Wirkungen haben kann. Es kann mit den 5-HT1A-Rezeptoren im Hirnstamm interagieren und die Freisetzung von Dopamin indirekt hemmen. So kann die Überaktivität des Brechzentrums im Gehirn gedrosselt werden [1]. 

Beide Cannabinoide können mit spezifischen Rezeptoren des Endocannabinoidsystems interagieren und dadurch die Signalübertragung im Gehirn und im Verdauungssystem beeinflussen.

Klinische Wirksamkeit von medizinischem Cannabis bei Übelkeit

Eine im Jahr 2022 veröffentlichte Studie mit 886 Personen, die medizinisches Cannabis zur Behandlung von Übelkeit einnahmen, zeigte bei 96,4 % der Teilnehmer:innen eine deutliche Symptomlinderung.

Dabei nahm die durchschnittliche Intensität der Symptome signifikant ab, insbesondere bei der Verwendung von Cannabisblüten der Genetik Cannabis sativa sowie Hybridsorten. Die deutlichste Linderung konnten Probanden erfahren, die Cannabisblüten mit höherem THC- und niedrigerer CBD-Gehalt einnahmen. Die Ergebnisse legen nahe, dass medizinisches Cannabis eine wirksame Behandlungsoption bei Übelkeit sein könnte [2]. 

Wenn du dich für eine Therapie mit Cannabis interessiert, kannst du noch heute unverbindlich eine Behandlung bei Algea Care anfragen. Algea Care ist eine renommierte telemedizinsche Plattform, die Betroffene mit chronischen Krankheitsbildern an Cannabis Ärzte und Ärztinnen in ganz Deutschland vermittelt. 

Nach einem persönlichen Erstgespräch ist die weitere Behandlung in vielen Fällen über moderne telemedizinsche Verfahren möglich. Die Folgetermine können dann ganz bequem von zu Hause wahrgenommen werden. Bei Fragen zum Behandlungsverlauf steht dir unser freundliches Kundenservice Team von Montag bis Freitag von 8 bis 19 Uhr und an den Wochenenden von 9 bis 18 Uhr zur Verfügung. 

2 Medikamente gegen Übelkeit

Es gibt verschiedene Medikamente, die gegen Übelkeit wirken können. Diese sogenannten Antiemetika werden zur Vorbeugung und Behandlung von Übelkeit eingesetzt und wirken je nach Ursache und Schweregrad der Übelkeit auf unterschiedliche Art.

  • Metoclopramid  – Bei schweren Fällen von Übelkeit, etwa im Rahmen einer Migräne, bei starken Tumorschmerzen, einer Chemotherapie oder nach Operationen, kann Metoclopramid eingesetzt werden. Dopamin-D2-Rezeptorantagonisten wie Metoclopramid blockieren die Dopamin-D2-Rezeptoren im Gehirn und reduzieren dadurch Übelkeit und Erbrechen.
  • Aprepitant – Aprepitant gehört in die Gruppe der NK1-Rezeptorantagonisten. Diese Wirkstoffgruppe wird zur Vorbeugung akuter und verzögerter Übelkeit (etwa bei einer Strahlentherapie) eingesetzt. Durch die Blockade des NK1-Rezeptors im Gehirn wird die Signalübertragung unterbrochen, die für Übelkeit und Erbrechen sorgen kann.
  • Setrone – Setrone sind eine Wirkstoffklasse, die speziell bei Übelkeit im Zusammenhang mit einer Chemotherapie und Strahlentherapie im Allgemeinen eingesetzt werden. Sie blockieren die 5-HT3-Rezeptoren im Gehirn und wirken auf bestimmten Zellen im Magen-Darm-Trakt.
  • Antihistaminika – Antihistaminika wirken nicht nur bei Allergien, sondern können auch im Zusammenhang mit Übelkeit bei der Reisekrankheit, nach Operationen und bei gastrointestinalen Störungen eingesetzt werden.

Tabletten gegen Übelkeit sollten nur bei starken Beeinträchtigungen regelmäßig angewendet werden. Wenn Übelkeit und Erbrechen Begleitsymptome einer Grunderkrankung sind, wird diese in der Regel vor der Gabe von antiemetischen Mitteln vom Arzt oder der Ärztin behandelt. In den meisten Fällen verschwindet die Übelkeit dann mit der Ursache.

3 Schonkost

Was essen bei Übelkeit? Bei akuter Übelkeit und nach dem Erbrechen sollten fettige und kalorienreiche Speisen vermieden werden. Stattdessen sind leicht verdauliche Nahrungsmittel empfehlenswert.

Falls der Magen noch nicht bereit ist für feste Nahrung, dann ist Schonkost in Form von Fleisch- oder Gemüsebrühen angesagt. Die enthaltene Flüssigkeit, Elektrolyte und Vitamine helfen, das Verdauungssystem zu entlasten. Häufiges Lüften und geruchsarmes Essen bei Übelkeit können den Brechreiz reduzieren. 

Sobald sich die Übelkeit verbessert, können schrittweise andere, leicht verdauliche Speisen in den Speiseplan aufgenommen werden, etwa

  • helles Brot
  • Zwieback
  • mit Wasser gekochter Haferschleim
  • Cracker
  • gedünstetes Gemüse
  • gekochte und fettarme Gerichte.

Alkohol, Koffein, Rohkost, Süßigkeiten und scharfe Gewürze sollten bei Übelkeit weiterhin vermieden werden. 

Die Mahlzeiten sollten über den Tag verteilt eingenommen werden, um den Magen nicht zu stark zu belasten. Das Gleiche gilt für Getränke: Sie sollten langsam und in kleinen Schlucken über den Tag verteilt getrunken werden, um ein Völlegefühl und erneute Übelkeit zu vermeiden. Hierzu eignen sich

  • stilles Wasser
  • kalte Saftschorlen
  • Tee gegen Übelkeit, etwa Pfefferminz-, Kamille- oder Fencheltee

4 Ingwer

Gegen plötzliche Übelkeit kann ein kleines Stück der frischen Ingwerwurzel gekaut oder als Tee gegen Übelkeit zubereitet werden. Alternativ gibt es Ingwerpräparate in Form von Kapseln, Tabletten oder Tropfen in der Apotheke zu kaufen. 

Ingwer ist ein bewährtes Hausmittel gegen Übelkeit und Brechreiz. Er kann die Freisetzung von Magensäure reduzieren und somit den Magen beruhigen und möglichen Brechreiz lindern. Wer Ingwer regelmäßig anwendet und gleichzeitig andere Medikamente gegen Übelkeit einnimmt, sollte die Anwendung mit dem behandelnden Arzt oder der Ärztin abstimmen. 

5 Akupressur 

Bei der Akupressur werden bestimmte Punkte durch leichten Druck stimuliert. Es wird angenommen, dass die Stimulation den Energiefluss im Körper harmonisiert und dadurch Übelkeit reduzieren kann. 

Ein bekannter Akupressurpunkt zur Linderung von Übelkeit ist der sogenannte Perikard 6 (P6). Er befindet sich etwa drei Fingerbreit oberhalb der Handgelenksfalten zwischen den beiden tastbaren Beugesehnen auf der Innenseite des Unterarms. Durch sanften Druck oder kreisende Bewegungen auf diesem Punkt in Richtung Hand können plötzliche Übelkeit und Brechreiz gelindert werden. Gegen anhaltende Übelkeit gibt es spezielle Armbänder, die Druck auf den P6-Punkt ausüben. Diese Armbänder können bei Reisekrankheit, morgendlicher Übelkeit während der Schwangerschaft oder nach einer Operation eingesetzt werden.

In Deutschland gilt die Akupressur als ergänzende Therapie. Bei schwerer oder anhaltender Übelkeit sollte eine medikamentöse Behandlung in Betracht gezogen werden. Hierfür kommen außer Medikamenten gegen Übelkeit auch pflanzliche Arzneimittel wie medizinisches Cannabis in Betracht. 

6 Homöopathie 

Homöopathische Mittel gelten als natürlicher und sanfter Behandlungsansatz, bei dem die Therapie individuell auf die Symptomatik des Patienten oder der Patientin abgestimmt werden kann. Gerade bei chronischem Symptomatiken wie anhaltender Übelkeit können homöopathische Mittel aufgrund der minimalen Nebenwirkungen dazu beitragen, die Symptome zu lindern und das allgemeine Wohlbefinden zu fördern

Häufig werden im Rahmen einer homöopathischen Therapie bei Übelkeit Mittel wie Cocculus D12, Ipecacuanha D12 und Colchicum D12 verwendet.

  • Cocculus D12 – wird typischerweise bei Reisekrankheit angewendet.
  • Ipecacuanha D12 – kann hilfreich sein, wenn Übelkeit ohne Erbrechen auftritt.
  • Colchicum D12 – kann in Situationen eingesetzt werden, in denen bereits der Anblick oder Geruch von Speisen oder der Gedanke an Essen Übelkeit und Erbrechen verursacht.

Aus medizinischer Sicht ist die Wirksamkeit homöopathischer Mittel teils umstritten und wird unter Umständen auf den Placeboeffekt zurückgeführt. Homöopathische Mittel sollten stets unter Anleitung eines erfahrenen Homöopathen oder einer Homöopathie verwendet werden. Bei schweren oder anhaltenden Symptomen sollten Betroffene eine ärztliche Meinung einholen.

7 Schüßler-Salze

Die Therapie mit Schüßler-Salzen basiert auf den Prinzipien der Biochemie nach Dr. Wilhelm Heinrich Schüßler. Schüßler-Salze werden in Form von Tabletten eingenommen und enthalten potenzierte Mineralsalze, die den Mineralhaushalt im Körper ausgleichen sollen.

Speziell bei Übelkeit können die Schüßler-Salze Nr. 9 und Nr. 5 Linderung verschaffen:

  • Schüßler-Salz Nr. 9 – Ein häufig empfohlenes Schüßler-Salz ist Natrium phosphoricum. Es kann den Säure-Basen-Haushalt im Körper regulieren und somit Übelkeit langfristig lindern.
  • Schüßler-Salz Nr. 5 – Kalium phosphoricum kann den Energiestoffwechsel fördern und bei stressbedingter oder nervöser Übelkeit unterstützend wirken.

Sollten die Beschwerden auch nach längerer Einnahme der Schüßler-Salze anhalten oder sich verschlechtern, sollte ein Arzt oder eine Ärztin alternative Therapieoptionen erkunden.

FAQ

Es gibt verschiedene Medikamente gegen Übelkeit. Welcher Wirkstoff am besten wirkt, hängt von der Ursache und dem Schweregrad der Übelkeit ab. Zu den häufig verwendeten Medikamenten gehören Metoclopramid, Aprepitant, Setrone und Antihistaminika.

Medizinisches Cannabis, insbesondere Tetrahydrocannabinol (THC) und Cannabidiol (CBD), können anhaltende Übelkeit langfristig unterdrücken. Aber auch Hausmittel wie Ingwer oder alternative Heilverfahren, etwa Akupressur, können Übelkeit potenziell stoppen.

In der Apotheke gibt es verschiedene rezeptpflichtige und rezeptfreie Medikamente sowie Nahrungsergänzungsmittel gegen Übelkeit. Dazu gehören zum Beispiel Metoclopramid, Aprepitant, Setrone und medizinisches Cannabis, sowie Antihistaminika, aber auch Ingwerpräparate oder Schüßler-Salze.

Es gibt verschiedene Maßnahmen, die Übelkeit schnell lindern können. Das Inhalieren von medizinischem Cannabis kann innerhalb von Minuten gegen Übelkeit wirken. Auch Hausmittel wie Ingwer und Fencheltee oder Akupressur können für eine schnelle Linderung sorgen.


 

Medizinischer Disclaimer

Die von Algea Care angebotene telemedizinische Unterstützung bei der Behandlung mit medizinischem Cannabis kann nicht ohne Anamnese durch einen der Kooperations-Ärzte in Anspruch genommen werden. Eine Fernbehandlung ist nicht in jedem Fall möglich, sondern nur unter den Voraussetzungen, dass bei Einhaltung anerkannter fachlicher Standards im Sinne des § 630a BGB je nach Krankheitsbild kein persönlicher Kontakt zwischen Arzt und Patient erforderlich ist. Medizinisches Cannabis kann zur Linderung der Symptomatik einer Vielzahl von Krankheiten beitragen, darunter ADHS, Migräne, chronische Schmerzen, Depressionen, Schlafstörungen, Endometriose, Multiple Sklerose, Epilepsie und Morbus Crohn. Konform mit dem Heilmittelwerbegesetz gewährleistet Algea Care jedoch keine Heilung.

Quellenangaben

1

Parker, L. A., Rock, E. M., & Limebeer, C. L. (2011). Regulation of nausea and vomiting by cannabinoids. British Journal of Pharmacology, 163(7), 1411-1422. https://doi.org/10.1111/j.1476-5381.2010.01176.x

2

Stith SS, Li X, Orozco J, Lopez V, Brockelman F, Keeling K, Hall B, Vigil JM. The Effectiveness of Common Cannabis Products for Treatment of Nausea. J Clin Gastroenterol. 2022 Apr 1;56(4):331-338. doi: 10.1097/MCG.0000000000001534. PMID: 35258504.

Beitrag teilen

Das könnte dich auch interessieren

Die umfassende Initiative soll Cannabispatient:innen eine bedürfnisorientierte Behandlung samt individueller,…
Wirken Schmerztabletten entzündungshemmend? Welche Mittel gegen Entzündungen gibt es noch?…
Die umfassende Initiative soll Cannabispatient:innen eine bedürfnisorientierte Behandlung samt individueller,…