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Was tun bei Migräne?

Migräne ist eine oft durch starke Kopfschmerzen, Übelkeit und Lichtempfindlichkeit begleitete neurologische Erkrankung, die weltweit Millionen von Menschen betrifft. Für die Betroffenen führt Migräne oft zu erheblichen Beeinträchtigungen ihres Alltags und ihrer Lebensfreude. In diesem Artikel stellen wir verschiedene Ansätze zum Migräne behandeln vor. Das Spektrum reicht von konventionellen Arzneimitteln zu Hausmitteln bis hin zu alternativen Therapien und Naturheilmethoden.

Auch wenn konventionelle Behandlungsmethoden, wie die Einnahme von Schmerzmitteln, oft die naheliegendste Lösung zu sein scheinen, suchen viele Menschen nach alternativen Ansätzen. Der Einsatz von Cannabis zur Behandlung von Migräne ist in den letzten Jahren immer häufiger geworden. Zahlreiche Studien zeigen, dass Cannabinoide wie CBD bei der Behandlung von Migräne sehr wirksam sind. In diesem Artikel erfährst du mehr darüber und über andere bewährte Ansätze, um die für dich beste Methode zu finden.

Die wichtigsten Punkte

  • Die neurologische Erkrankung Migräne wird unter anderem durch Hormone, Stress und Umweltfaktoren ausgelöst. Weltweit leiden Millionen von Menschen unter den belastenden Symptomen wie Kopfschmerzen und Übelkeit. Da Migräneattacken oft intensiv und beeinträchtigend sind, ist Ruhe eine der wichtigsten Maßnahmen.
  • Cannabis als Medizin kann aufgrund seiner schmerzstillenden und entzündungshemmenden Eigenschaften sehr wirksam bei der Behandlung von Migräne eingesetzt werden. Die Cannabinoide im Cannabis interagieren mit dem körpereigene Endocannabinoid-System, das Schmerzen reguliert. Wenn Medizinalcannabis für dich zur Behandlung von Migräne interessant ist, kannst du bei Algea Care eine Behandlung mit medizinischem Cannabis anfragen!
  • Zu den klassischen Behandlungen bei Migränen gehören auch Medikamente wie z. B. Kombipräparate, Triptane und Antiemetika gegen Übelkeit. Viele Patient:innen machen auch mit dem alten chinesischen Heilverfahren Akupunktur gute Erfahrungen.
  • Das A und O bei der Migränebehandlung ist, seine individuellen Trigger und Auslöser zu verstehen. In vielen Fällen sind holistische Maßnahmen am besten, um sowohl die körperlichen als auch die oft psychischen Faktoren zu behandeln.  

Was löst Migräne aus?

  • Stress. Eine hohe Stressbelastung wirkt sich negativ auf die Muskelspannung aus, kann die Blutgefäße verengen und das Nervensystem sensibilisieren. All dies kann Migräneattacken hervorrufen.
  • Hormone. Vor allem bei Frauen können Schwankungen des Östrogenspiegels während des Menstruationszyklus, der Schwangerschaft oder der Wechseljahre Migräne auslösen. Bei Männern wurden niedrige Testosteronspiegel bereits mit Migräne in Verbindung gebracht.
  • Ungesunde Lebensgewohnheiten. Schlafmangel, unregelmäßige Tagesabläufe, zu viel Koffein oder Alkohol, Rauchen und Flüssigkeitsmangel können allesamt Migräneattacken hervorrufen und auch verstärken.
  • Umweltfaktoren. Umweltreize wie grelle Lichter, Lärmbelastung und Wetterbedingungen wie Hitze, Luftfeuchtigkeit oder Fönwinde haben einen großen Einfluss auf die Entstehung von Migräne.
  • Ernährung. Vor allem Menschen mit Unverträglichkeiten oder Empfindlichkeiten können nach dem Genuss von z. B. koffeinhaltigen Getränken, Konservierungsstoffen oder viel Zucker unter Migräne leiden. Generell spielt die Ernährung eine wichtige Rolle für unsere körperliche Gesundheit.
  • Genetische Veranlagung. Bestimmte Genvarianten können die Empfindlichkeit des Gehirns für bestimmte Reize erhöhen. Bei genetisch vorbelasteten Menschen können bestimmte Auslöser wie Stress oder Hormonveränderungen Migräneattacken auslösen.

Wie unterscheiden sich Migräne und Kopfschmerzen?

Migräne ist eine neurologische Erkrankung, die sich durch ihren Schweregrad von normalen Kopfschmerzen unterscheidet. Oftmals verhindert die Intensität es Patient:innen, ihr Leben normal weiterzuführen. Migräne Kopfschmerzen werden als pulsierend beschrieben und betreffen oft nur eine Kopfhälfte. Außerdem werden sie häufig von anderen Symptomen begleitet, wie beispielsweise Übelkeit, Lichtempfindlichkeit und Sehstörungen. Aber was hilft gegen Migräne? Die folgende Liste verschafft dir eine nützliche Übersicht.

1. Ruhe, Schlaf und Entspannung

Oft ist Migräne derart belastend für den Körper, dass Ruhe die beste Medizin ist. Anders als Spannungskopfschmerzen lässt sich Migräne selten durch frische Luft oder Bewegung bessern. Wenn das Einschlafen möglich ist, kann ein Mittagsschlaf für manche Patient:innen Wunder bewirken. Allein schon der Aufenthalt in einem ruhigen, abgedunkelten Raum kann Besserung bringen.

Zahlreiche Studien haben belegt, dass die Entspannung durch Übungen zusätzlich gefördert und somit noch effektiver gemacht werden kann. Eine bewährte Technik ist zum Beispiel das autogene Training, bei dem man seinen Körper durch positive Gedanken beruhigt. Indem du eine Fantasiereise zu einem entspannten Moment machst, aktivierst du den Parasympathikus und gelangst somit körperlich in einen ruhigeren Zustand. Ähnliche Auswirkungen haben auch Atem- und Muskelrelaxations-Übungen. 

2. Hausmittel

Wer spontan von einem Migräneanfall überrascht wird, kann mit diesen Maßnahmen auch zu Hause oder unterwegs schnell Abhilfe schaffen. Es gibt eine Vielzahl natürlicher Mittel, die für ihre wohltuenden und lindernden Eigenschaften bekannt sind. Diese Hausmittel gegen Migräne können, für sich allein genommen oder ergänzt durch konventionelle Medikamente, sehr helfen.

  • Magnesium. Der Mineralstoff Magnesium sorgt dafür, dass das Nervensystem funktioniert. Die tägliche Einnahme ist eine mögliche Migräneprophylaxe, die häufige Attacken reduzieren kann. 
  • Tee aus Heilpflanzen. Ingwer, Weidenrinde, Waldmeister, Ginkgo, Gewürznelke und Kamillen sind als Mittel gegen Migräne mit wohltuenden Effekten bekannt.
  • Ätherische Öle. Lavendel, Pfefferminze und Kamille können auf die Schläfen und den Nacken aufgetragen oder in einem Diffusor verwendet werden.
  • Akupressur. Die Punkte zwischen den Augenbrauen und zwischen Daumen und Zeigefinger sind Akupressurpunkte und können durch leichten Druck Kopfschmerzen lindern.
  • Kaffee mit Zitrone. Lässt geschmacklich zu wünschen übrig, aber hat es in sich. Koffein erweitert die Blutgefäße im Gehirn und lindert dadurch Schmerzen. Vitamin C wirkt entzündungshemmend und ist ebenfalls effektiv gegen Schmerzen. Die Kombi ist eine große Hilfe bei Migräne.

3. Medizinisches Cannabis

Bei der Behandlung von Migräne kann medizinisches Cannabis auf verschiedene Weise helfen. Aufgrund seiner schmerzlindernden, entspannenden und entzündungshemmenden Eigenschaften wird es als pflanzliche Alternative zu Standard Medikamenten hoch angesehen. Hinzu kommt, dass es deutlich geringere Nebenwirkungen mit sich bringt, sofern es in der richtigen Dosis und Einnahmeform eingesetzt wird. [2]

Die in Cannabis enthaltenen Cannabinoide interagieren mit dem körpereigenen Endocannabinoid System, das an der Regulation von Schmerzen und Entzündungen beteiligt ist. Das Cannabinoid CBD (Cannabidiol) kann dazu beitragen, dass die Entzündungen im Körper reduziert werden, die für Migränen verantwortlich sind. THC (Tetrahydrocannabinol) ist durch seine schmerzlindernde Wirkung besonders effektiv. Indem es sich an die Cannabinoid-Rezeptoren im Gehirn und Nervensystem bindet, kann es die Schmerzempfindung reduzieren. 

Ein weiterer Vorteil ist, dass medizinisches Cannabis zur Entspannung und zum Stressabbau beiträgt, was sich positiv auf die stressbedingten Ursachen von Migräne auswirkt. Außerdem ist THC antiemetisch, was bedeutet, dass es Übelkeit und Erbrechen lindern kann. Ein willkommener Nebeneffekt für Migräne Patient:innen, die bei ihren Episoden auch mit Magenproblemen zu kämpfen haben.

4. Medikamente

Der Einsatz von Medikamenten spielt für viele Patient:innen eine wichtige Rolle, um schwere Anfälle zu lindern. Dies sind drei der am häufigsten eingesetzten Migräne Schmerzmittel:

  • Kombipräparate. Dadurch, dass diese Medikamente mehrere Wirkstoffe enthalten, können verschiedene Aspekte der Migräne behandelt werden. Bei Kombinationspräparaten handelt es sich z. B. um ASS oder Paracetamol zusammen mit Koffein oder Wirkstoffen gegen Übelkeit.
  • Triptane. Diese Wirkstoffe wurden für starke Migräneattacken entwickelt. Sie verengen die Hirngefäße und hemmen Entzündungen. Dabei lindern sie außerdem Schmerzen, Lichtempfindlichkeit und Übelkeit. Allerdings sollten sie nicht zu oft eingenommen werden und sind für manche Patienten ungeeignet.
  • Antiemetika. Da Migräne auch Brechreiz verursachen kann, müssen Patient:innen oftmals auch Medikamente gegen Übelkeit einnehmen.

5. Kälte und Wärme

Da jeder Mensch unterschiedlich reagieren kann, ist dieses Hilfsmittel sehr individuell. Die Anwendung von Kälte kann Migräne Schmerzen lindern, indem sie die Blutgefäße verengt und zur Beruhigung der Symptome beiträgt. Eine Möglichkeit dazu ist z. B. das Auflegen einer kalten Kompresse auf die Stirn oder das Halten der Unterarme unter kaltem Wasser. Warme Kompressen für die Stirn oder ein warmes Bad können hingegen die Durchblutung fördern. Manchen Patient:innen hilft auch ein warmes Fußbad als Migräne Behandlung. Dabei wird die Temperatur durch schubweises Auffüllen stetig von 32 Grad auf 42 Grad erhöht.  

6. Akupunktur

Bei dieser traditionellen chinesischen Heilmethode werden feine Nadeln an den Akupunkturpunkten des Körpers eingesetzt, die mit Migränen in Verbindung stehen. Indem der Energiefluss beeinflusst wird, sollen Spannungszustände reduziert, Entzündungen gelindert und Endorphine freigesetzt werden. Viele Patient:innen berichten nach ihren individuell angepassten Behandlungen mit erfahrenen Praktiker:innen weniger häufigen und weniger intensiven Migräneattacken.

7. Trigger verstehen und vermeiden

Da Migräneauslöser sich von Person zu Person unterscheiden können, handelt es sich hierbei um einen fundamentalen Schritt der Migräne Therapie. Ein Migräne Tagebuch zu führen und die Auslöser zu notieren, kann den Betroffenen helfen, ihre individuellen Ursachen zu erkennen. Patient:innen sollten notieren, wann, wie stark und in welchem Zusammenhang sich ihre Migräne Leiden entwickelt haben. 

Wenn sich die Trigger konkret beeinflussen lassen, beispielsweise durch das Vermeiden bestimmter Lebensmittel, können sich Patient:innen ihre Frage „was tun gegen Migräne” gleich viel besser beantworten. Auch Stress kann aktiv durch Atemübungen, mehr Bewegung und andere Entspannungstechniken zumindest teilweise verringert werden. Dennoch ist es ratsam, dass Patient:innen bei häufigem Leiden ihre Erkenntnisse mit ihrem Arzt teilen, um über zusätzliche Therapiemethoden zu sprechen.

Cannabis Therapie bei Migräne

Es gibt einige Gründe, warum der Einsatz von medizinischem Cannabis in den letzten Jahren gegenüber herkömmlichen Medikamenten an Bedeutung gewonnen hat. Zum einen sind synthetische Arzneimittel bei einigen Patienten nicht wirksam. Besonders wenn die Migräneattacken häufig auftreten, kann dies bei Patient:innen zu Verzweiflung führen. Nebenwirkungen sind ein weiterer Grund, warum manche Patient:innen Migräne Medikamente vermeiden wollen. Wenn Cannabis gegen Migräne unter ärztlicher Aufsicht richtig dosiert und eingesetzt wird, fallen die Nebenwirkungen meist sehr gering aus. [2]

Zudem gehen einige Wissenschaftler gehen davon aus, dass ein Mangel an körpereigenen Cannabinoiden die Ursache für Migräne sein kann. Die Anwendung von medizinischem Cannabis bei Migräne zielt daher darauf ab, den Cannabinoid Mangel auszugleichen. Dadurch wird der natürliche Regulationsmechanismus des Endocannabinoid Systems unterstützt, damit Schmerzen und Entzündungen gelindert werden können. [1] 

Wenn für dich medizinisches Cannabis als Mittel gegen deine Migräneattacken interessant ist, kannst du noch heute eine Behandlung bei Algea Care anfragen. Die telemedizinische Plattform Algea Care ist darauf ausgerichtet, geschulte Cannabis Ärzte und Ärztinnen mit Patient:innen zusammenzubringen, um chronische Krankheiten mit Cannabis zu behandeln.

Die medizinische Ersteinschätzung zur Eignung für eine Behandlung mit Medizinalcannabis findet bei Algea Care kostenlos statt. Wer für eine Therapie infrage kommt, erhält in der Regel noch in der gleichen Woche einen Termin an einem von 17 Standorten in Deutschland. Bei einem persönlichen Erstgespräch stellt der Kooperationsarzt oder die Kooperationsärztin einen geeigneten Therapieplan dar. Darauffolgende Termin können auch per Videocall wahrgenommen werden. Bis zum Behandlungsbeginn entstehen dir hierfür keinerlei Kosten. 

Schlusswort

Migräne ist eine komplexe neurologische Erkrankung, die weltweit Millionen von Menschen betrifft. Da die Auslöser, Gründe und Abläufe von Migräneattacken bei jeder Person unterschiedlich sein können, gibt es kein Heilmittel, das immer wirkt. Manche Patient:innen fühlen sich mit synthetischen Arzneimitteln am besten beraten, während andere auf Naturheilmittel oder Entspannungstechniken zählen.

In den letzten Jahren hat sich die Forschung zunehmend mit dem Wirkungsprofil von medizinischem Cannabis beschäftigt. Studienergebnisse legen immer wieder dar, wie wirksam die schmerzlindernden, entzündungshemmenden und neuroprotektiven Eigenschaften von medizinischem Cannabis sind und wie sie bei der Behandlung von Migräne helfen können.Vor allem die Cannabinoide CBD und THC können Schmerzen lindern, Entzündungen hemmen und das allgemeine Wohlbefinden steigern.

FAQ

Typische Auslöser, die Migräne verschlimmern können, sind Stress, Schlafstörungen und bestimmte Substanzen wie Alkohol. Vor allem bei Frauen werden Migränen häufig durch hormonelle Veränderungen während der Menstruation oder in der Schwangerschaft verstärkt.

Starke Migräne kann durch Hausmittel wie ätherische Öle, kalte Kompressen und Schlaf oft deutlich vermindert werden. Wenn diese Maßnahmen nicht helfen, sind Migräne Medikamente und medizinisches Cannabis noch wirksamer, um Kopfschmerzen zu lindern.

Das Cannabinoid THC hat schmerzstillende Eigenschaften, während das CBD eine entzündungshemmende und muskelentspannende Wirkung besitzt. Das Zusammenspiel dieser Wirkungen kann die Symptome von Kopfschmerzen und Migräne wirksam lindern.

Dies ist abhängig von der individuellen Person und Art der Migräne, jedoch kann man häufig die Migräne Symptome verringern, wenn man schnell reagiert. Ruhe, die Anwendung von Wärme oder Kälte und die Inhalation von medizinischem Cannabis können beispielsweise Abhilfe schaffen.


 

Medizinischer Disclaimer

Die von Algea Care angebotene telemedizinische Unterstützung bei der Behandlung mit medizinischem Cannabis kann nicht ohne Anamnese durch einen der Kooperations-Ärzte in Anspruch genommen werden. Eine Fernbehandlung ist nicht in jedem Fall möglich, sondern nur unter den Voraussetzungen, dass bei Einhaltung anerkannter fachlicher Standards im Sinne des § 630a BGB je nach Krankheitsbild kein persönlicher Kontakt zwischen Arzt und Patient erforderlich ist. Medizinisches Cannabis kann zur Linderung der Symptomatik einer Vielzahl von Krankheiten beitragen, darunter ADHS, Migräne, chronische Schmerzen, Depressionen, Schlafstörungen, Endometriose, Multiple Sklerose, Epilepsie und Morbus Crohn. Konform mit dem Heilmittelwerbegesetz gewährleistet Algea Care jedoch keine Heilung.

Quellenangaben

1

Greco R, Demartini C, Zanaboni AM, Piomelli D, Tassorelli C. Endocannabinoid System and Migraine Pain: An Update. Front Neurosci. 2018 Mar 19;12:172. doi: 10.3389/fnins.2018.00172. PMID: 29615860; PMCID: PMC5867306.

2

Cuttler C, Spradlin A, Cleveland MJ, Craft RM. Short- and Long-Term Effects of Cannabis on Headache and Migraine. J Pain. 2020 May-Jun;21(5-6):722-730. doi: 10.1016/j.jpain.2019.11.001. Epub 2019 Nov 9. PMID: 31715263.

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