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Was tun bei hohem Blutdruck?

Unter dem Blutdruck versteht man die Kraft, die das Blut auf die Wände der Blutgefäße ausübt. Der Blutdruck ist für den Transport des Blutes zu den Organen und Geweben verantwortlich, damit diese mit Nährstoffen versorgt werden. Zur Blutdruckbestimmung werden zwei Werte gemessen. Der systolische Druck gibt den Druck in dem Moment an, in dem sich das Herz zusammenzieht, während der diastolische Druck den Druck zwischen den Herzschlägen angibt.

Indem Ärzte den Blutdruck messen, erhalten sie einen Einblick in den Zustand des Herz-Kreislaufsystems. Ein normaler Blutdruck ist ein Indikator für eine ausreichende Versorgung der Organe und Gewebe mit Sauerstoff und Nährstoffen. Ein zu hoher Blutdruck entsteht, wenn die Blutgefäße verengt sind, und erhöht das Risiko für gesundheitliche Probleme und Herzerkrankungen. Genetische Veranlagung kann der Grund dafür sein, jedoch hat oft der Lebensstil den größten Einfluss. Lerne in diesem Artikel, was die wichtigsten Faktoren sind und mit welchen Veränderungen und Maßnahmen man hohen Blutdruck senken kann. 

Die wichtigsten Punkte

  • Wenn der Blutdruck in den Arterien dauerhaft erhöht ist, kann dies zu ernsthaften gesundheitlichen Problemen führen. Die Ursachen reichen von genetischer Veranlagung bis hin zu Stress und Lebensstil. Eine frühzeitige ärztliche Behandlung ist entscheidend, um Komplikationen zu vermeiden.
  • Eine gesunde Ernährung spielt eine wichtige Rolle beim Bluthochdruck senken, da bestimmte Nährstoffe wichtig für die Gesundheit sind, während andere Lebensmittel und Substanzen schädlich sind. Körperliche Aktivität ist wichtig, um den Blutdruck zu senken und Übergewicht zu reduzieren, das das Herz-Kreislauf-System zusätzlich belastet.
  • Bei Bluthochdruck werden verschiedene Medikamente eingesetzt. Dazu gehören Betablocker, ACE-Hemmer, Angiotensin-II-Rezeptorblocker und Kalziumkanalblocker. Medikamente können helfen, die Herzfrequenz zu verlangsamen, den Blutdruck zu senken und die Belastung des Herzens zu verringern.
  • Medizinisches Cannabis hat in den letzten Jahren eine beeindruckende Entwicklung durchlaufen und wird zunehmend als potenzielle Behandlungsmöglichkeit bei Bluthochdruck erforscht. Studien zufolge können THC und CBD eine blutdrucksenkende Wirkung haben und zu einer Linderung der damit verbundenen Beschwerden führen.
  • Entspannungstechniken können bei Bluthochdruck helfen, indem sie Stress abbauen und so ein gesundes Herz unterstützen. Regelmäßige Bewegung und der Verzicht auf viel Salz, Nikotin und Alkohol sind ebenfalls wichtig, um die Herzgesundheit zu verbessern oder zu erhalten.

Ursachen und Risikofaktoren

  • Ungesunde Lebensweise. Hierbei handelt es sich um den größten Risikofaktor für Bluthochdruck. Schlechte Ernährung, Übergewicht, Tabak- und Alkoholkonsum sowie mangelnde Bewegung sind schlechte Voraussetzungen für ein gesundes Herz.
  • Genetische Veranlagung. Genetik spielt nicht selten eine Rolle bei der Entstehung von hohem Blutdruck. Es gilt jedoch zu beachten, dass genetische Veranlagungen nicht zwangsläufig zu Bluthochdruck führen, sondern oft mit anderen Risikofaktoren zusammenwirken.
  • Stress: Stresshormone setzen Adrenalin und Cortison frei, welche den Blutdruck erhöhen. Ist Stress chronisch, erhöht dieser anhaltende Zustand das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen.
  • Alter: Mit dem Alter verlieren die Blutgefäße an Elastizität. Darüber hinaus können altersbedingte Veränderungen im Hormonhaushalt und im Nervensystem einen Einfluss auf den Blutdruck haben. Mit den in diesem Artikel besprochenen Maßnahmen kann dem entgegengewirkt werden.

Wichtig: Die Absprache mit dem Arzt

Bei hohem Blutdruck ist es wichtig, sich mit seinem Arzt abzusprechen, um den Grund, den Schweregrad und den Behandlungsplan festzulegen. Je nach Alter, Lebensstil, Gesundheitszustand und genetischen Veranlagungen können sich die Behandlungsansätze individuell unterscheiden. Dieser Artikel informiert dich über eine Vielfalt von Maßnahmen, deren Wirkungsstärke gegen Bluthochdruck erwiesen ist. Lifestyle Änderungen wie eine bessere Ernährung, mehr Bewegung und Stressmanagement werden von Medizinern stets begrüßt. Der Einsatz von medizinischem Cannabis oder Medikamenten verlangt hingegen Absprache, um individuell den bestmöglichen Therapieplan aufzustellen. 

1. Gesunde Ernährung

Einer der Gründe, warum Bluthochdruck eine so weit verbreitete Krankheit ist, sind ungesunde und übermäßige Essensgewohnheiten. Ebenso wie die falsche Art zu essen oft der Übeltäter ist, kann eine Ernährungsumstellung zu großen Verbesserungen führen. Diese praktischen Infos und Tipps geben dir den richtigen Anstoß, um dein Essverhalten zu aktualisieren:

  • Salz reduzieren. Wer gerne und viel salzt, verbannt am besten den Salzstreuer vom Tisch. Stattdessen sind frisch gehackte Kräuter eine schmackhafte Alternative. Es ist auch nicht zu unterschätzen, wie viel Salz bereits in Backwaren oder Fertiggerichten steckt.
  • Hauptsache frisch. Fastfood und verarbeitete Lebensmittel sollten vermieden werden, während frisches Obst, Gemüse und Vollkornprodukte enthalten Vitamine, Mineralien, Antioxidantien und Ballaststoffe, die die Herzgesundheit unterstützen.
  • Blutdrucksenkende Hausmittel. Viele köstliche Lebensmittel sind natürliche Blutdrucksenker. Sie enthalten wichtige Nährstoffe, die die Herzgesundheit verbessern. Darunter sind Bananen, rote Beete, Ananas, Spargel, Pistazien, Knoblauch und Kokosmilch.

2. Körperliche Aktivität

Sport kann sowohl vorbeugen als auch zum Heilungsprozess beitragen. Durch körperliche Aktivität wird der Herzmuskel gestärkt, der dadurch effizienter und mit weniger Anstrengung das Blut durch den Körper pumpen kann. Sport trägt aber auch zur Elastizität der Blutgefäße bei. Dadurch wird die Durchblutung verbessert und der Blutdruck kontrolliert. Wer regelmäßig aktiv ist, senkt außerdem langfristig seinen Ruhepuls. [1]

Ausdauersportarten wie Joggen, Radfahren und Schwimmen sind ideal, da sie alle drinnen oder draußen ausgeübt werden können und sich leicht in den Wochenalltag integrieren lassen. Darüber hinaus sind meditative Bewegungsformen von großem Vorteil, da sie körperliche Aktivität mit Stressabbau verbinden. Dazu gehören zum Beispiel Yoga und Tai Chi.

3. Übergewicht reduzieren

Zu viel Körperfett erhöht das Risiko für Bluthochdruck erheblich. Das Herz muss verstärkt arbeiten, um das Blut zu pumpen. Außerdem produziert überschüssiges Fettgewebe Hormone und andere Stoffe, die den Blutdruck erhöhen können. Zudem kann Übergewicht zu hohem Cholesterin, Insulinresistenz und Entzündungen führen, die ebenfalls die Herzgesundheit beeinflussen können. Meist sinkt der Blutdruck deutlich mit einer Gewichtsabnahme, weswegen Ärzte großen Wert auf Ernährung und Bewegung legen.

4. Medikamente

Folgende Medikamentenklassen werden häufig beim Bluthochdruck senken eingesetzt:

  • Beta-Blocker senken die Herzfrequenz, indem sie die Wirkung von Stresshormonen blockieren. So kann der Blutdruck gesenkt und das Herz entlastet werden.
  • ACE-Hemmer senken den Blutdruck, vermindern die Herzfrequenz und lindern Begleitsymptome wie Atemnot. Die Wirkung beruht auf der Hemmung eines Enzyms, das zur Erhöhung des Blutdrucks führt.
  • Angiotensin-II-Rezeptorblocker blockieren die Wirkung eines Hormons, das die Blutgefäße verengt. Die Blutgefäße werden entspannter und das Herz muss weniger hart daran arbeiten, das Blut zu pumpen.
  • Kalziumkanalblocker hemmen den Einstrom von Calcium in den Muskelzellen der Blutgefäße. Das Ergebnis ist eine Erweiterung der Arterien am Herzen und im ganzen Körper. Das Herz wird entlastet, der Blutdruck sinkt.

5. Medizinisches Cannabis

Auch wenn Cannabis seit Jahrtausenden als pflanzliches Arzneimittel bekannt ist, hat es in den letzten Jahren eine bemerkenswerte Entwicklung durchgemacht und von Medizinern neue Anerkennung erfahren. Der Zuwachs an wissenschaftlichen Erkenntnissen hat die Forschung intensiviert und die Akzeptanz erhöht. In diesem Zusammenhang wird medizinisches Cannabis auch zunehmend als eine mögliche Option zum Blutdruck natürlich senken erforscht.

In Studien konnte eine blutdrucksenkende Wirkung von THC und CBD und möglicherweise eine Linderung der damit verbundenen Beschwerden nachgewiesen werden. Eine wichtige Rolle spielt dabei das Cannabinoid THC, das aufgrund seiner entspannenden und gefäßerweiternden Eigenschaften die Durchblutung verbessert und den Gefäßdruck senken kann. Ferner gibt es vielversprechende Hinweise darauf, dass CBD ebenfalls den Blutfluss verbessern kann. Außerdem kann es zur Besserung chronischer Entzündungen beitragen, die sich auf den Blutdruck auswirken. Zudem hilft CBD dabei, Stressgefühle zu mindern, was bekannterweise einen großen Einfluss auf den Blutdruck hat.

Cannabis Therapie bei Algea Care

Wenn du der Frage nachgehen möchtest, ob eine Cannabis Therapie für dich infrage kommt, kannst du die Behandlung durch einen geschulten Arzt bzw. eine geschulte Ärztin bei Algea Care anfragen. Die ärztliche Ersteinschätzung hinsichtlich der Eignung für eine Behandlung mit Cannabis als Medizin ist kostenlos. Wenn dein individueller Fall geeignet ist, wird bei einer Anamnese an einem von 17 bundesweiten Standorten für dich ein geeigneter Therapieplan angelegt. Von dort an können Folgetermine einfach online geplant und durchgeführt werden. Bei Fragen hilft dir außerdem unser freundliches Algea Care Kundenservice Team weiter. Frage jetzt die Behandlung mit medizinischem Cannabis an!

6. Entspannungstechniken

Stress kann den Blutdruck erhöhen, indem der Körper die Stresshormone Adrenalin und Cortisol ausschüttet, die das Herz schneller schlagen und die Blutgefäße verengen lassen. Auf Dauer kann dadurch ein anhaltend erhöhter Blutdruck entstehen. Regelmäßige Entspannungsmethoden in den Alltag einzubauen, ist ein wirksames Mittel, um Stressgefühle zu regulieren. Wenn Bluthochdruck durch eine konkrete Stresssituation entsteht, kann man potentiell durch Entspannung den Blutdruck schnell senken.

Sich täglich Zeit für die bewusste Atmung zu nehmen ist bereits sehr wirksam. Hierfür atmet man tief durch die Nase in den Bauch ein und langsam durch den Mund wieder aus. Diese einfache Übung erzeugt Ruhe im Körper und kann jederzeit eingesetzt werden. Vielen Menschen helfen auch Meditation oder progressive Muskelentspannung. Wer lieber in Bewegung meditiert, ist mit Yoga gut beraten. Finde heraus, welche Entspannungstechnik am besten zu dir passt, damit es dir leichter fällt, sie regelmäßig zu praktizieren.

7. Lebensstil Entscheidungen

Da Bluthochdruck in vielen Fällen direkt damit zusammenhängt, wie wir unser Leben führen, spielen tägliche Gewohnheiten langfristig eine Rolle. Rauchen ist einer der größten Risikofaktoren, da Nikotin nicht nur den Blutdruck erhöht, sondern auch die Blutgefäße verengt und das Risiko von Blutgerinnseln erhöht. Dies führt zu einer Verschlechterung der Herzfunktion, was auf lange Sicht im schlimmsten Fall zu einem Herzinfarkt führen kann. Ebenso sollte Alkohol mit Vorsicht genossen werden. Zu hohe Mengen schädigen auf längere Zeit den Herzmuskel und vermindern die Pumpkraft. [2]

Abschließende Gedanken

Was senkt den Blutdruck schnell? Hierfür gibt es keine einfache Antwort. Bluthochdruck ist eine ernst zu nehmende Erkrankung, die im schlimmsten Fall zu erheblichen gesundheitlichen Schäden führen kann. Eine frühzeitige Diagnose und die richtige Behandlung sind entscheidend. Neben konventionellen medikamentösen Therapien sind auch Veränderungen des Lebensstils von größter Bedeutung, da sie oft die Ursache für erhöhten Blutdruck sind. In den letzten Jahren hat sich auch gezeigt, dass medizinischer Cannabis gegen Bluthochdruck eine vielversprechende Option sein kann. Die Cannabinoide THC und CBD konnten in Studien eine Erweiterung der Blutgefäße und eine Senkung des Blutdrucks nachweisen.Bei Bluthochdruck muss die Therapie individuell auf die Patient:innen abgestimmt und an ihren gesundheitlichen Zustand angepasst werden. Für viele Patient:innen beginnt dies mit der Berücksichtigung von Lebensstiländerungen, gesunder Ernährung, regelmäßiger Bewegung und Stressmanagement. Wenn du medizinisches Cannabis als Mittel zur Behandlung von Bluthochdruck oder im Rahmen einer ergänzenden Therapie verwenden möchtest, kannst du eine Behandlung bei Algea Care anfragen. Dort stehen dir geschulte Cannabis Ärzten und Ärztinnen in ganz Deutschland beratend zur Seite und können bei einer Eignung die Therapie mit dir durchführen.

FAQ

Bei hohem Blutdruck sollten bestimmte Lebensmittel und Substanzen beschränkt oder ausgelassen werden. Dazu gehören Salz, fettiges Essen, Koffein, zuckerhaltige Lebensmittel und Alkohol. Gemeinsam mit einem Arzt oder Ernährungsexperten kann ein individueller Ernährungsplan erstellt werden

Bluthochdruck kann symptomfrei sein, während manche Patient:innen unter Schwindel, Kurzatmigkeit, Herzklopfen oder Sehstörungen leiden. Ärzte empfehlen eine regelmäßige Messung des Blutdrucks, wobei die Frequenz von verschiedenen Faktoren wie z. B. Alter und Risikofaktoren abhängig ist.

Stress, emotionale Belastung und Angstzustände haben einen Einfluss auf den Blutdruck und die Herzfrequenz. Wenn Unruhe oder Stress chronisch sind, können langfristige Probleme entstehen. Entspannungstechniken können dem entgegenwirken.


 

Medizinischer Disclaimer

Die von Algea Care angebotene telemedizinische Unterstützung bei der Behandlung mit medizinischem Cannabis kann nicht ohne Anamnese durch einen der Kooperations-Ärzte in Anspruch genommen werden. Eine Fernbehandlung ist nicht in jedem Fall möglich, sondern nur unter den Voraussetzungen, dass bei Einhaltung anerkannter fachlicher Standards im Sinne des § 630a BGB je nach Krankheitsbild kein persönlicher Kontakt zwischen Arzt und Patient erforderlich ist. Medizinisches Cannabis kann zur Linderung der Symptomatik einer Vielzahl von Krankheiten beitragen, darunter ADHS, Migräne, chronische Schmerzen, Depressionen, Schlafstörungen, Endometriose, Multiple Sklerose, Epilepsie und Morbus Crohn. Konform mit dem Heilmittelwerbegesetz gewährleistet Algea Care jedoch keine Heilung.

Quellenangaben

1

Oparil S, Acelajado MC, Bakris GL, Berlowitz DR, Cífková R, Dominiczak AF, Grassi G, Jordan J, Poulter NR, Rodgers A, Whelton PK. Hypertension. Nat Rev Dis Primers. 2018 Mar 22;4:18014. doi: 10.1038/nrdp.2018.14. PMID: 29565029; PMCID: PMC6477925.

2

Wright JS, Wall HK, Ritchey MD. Million Hearts 2022: Small Steps Are Needed for Cardiovascular Disease Prevention. JAMA. 2018;320(18):1857–1858. doi:10.1001/jama.2018.13326

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