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Cannabis Studien & Forschung, Presse

Studie: Erste Forschungsergebnisse aus Deutschland von Patient:innen mit chronischen Depressionen – Unter medizinischem Cannabis verbesserten sich die Beschwerden deutlich

Ein Forscherteam mit renommierten Ärzten, Psychiatern sowie Wissenschaftlern der LVR-Universitätsklinik Essen hat basierend auf “Real-World Evidence”-Daten von Algea Care, Europas führender Plattform für Cannabis-Behandlungen, erstmalig anhand der Therapieverläufe von 59 Patient:innen in Deutschland erforscht, wie medizinisches Cannabis bei chronischen Depressionen helfen kann. In dieser praxisnahen retrospektiven Studie zeigten Patient:innen mit bereits erfolglos medikamentös behandelter chronischer Depression während einem Therapieversuch mit medizinischem Cannabis eine geringe Abbruchquote, keine schweren Nebenwirkungen und eine statistisch und klinisch signifikante Verbesserung des ärztlich dokumentierten Schweregrads der Depression.

 

Diese Ergebnisse deuten an, dass Cannabisblüten chronische Depressionen bessern können.

Jedoch sollten diese Pilotergebnisse durch prospektive und randomisiert kontrollierte  Studien – möglichst mit größerer Studienpopulation – überprüft werden, um daraus valide Behandlungsempfehlungen abzuleiten. In die Analyse flossen die Daten von Patient:innen ein, die in der zweiten Jahreshälfte 2021 aufgrund einer chronischen Depression eine Therapie mit medizinischem Cannabis (Cannabisblüten) über Algea Care begonnen hatten, über mindestens 18 Wochen betreut wurden und einer anonymisierten Auswertung der Behandlungsverläufe zugestimmt hatten. Veröffentlicht wurde die Studie in der renommierten Peer-Review Fachzeitschrift Pharmacopsychiatry der Arbeitsgemeinschaft für Neuropsychopharmakologie und Pharmakopsychiatrie (AGNP). Die berücksichtigten Patient:innen bewerteten im Rahmen der ärztlichen Betreuung den Schweregrad ihrer Depression auf einer Skala von 0 bis 10. Anfangs lag der durchschnittliche Wert bei 6,9 Punkten, nach sechs Wochen noch bei 5,1 Punkten. Nach zwölf Wochen war der durchschnittliche Wert auf 4,1 und nach 18 Wochen auf 3,8 gesunken. Bei 14 Patient:innen (23,7 Prozent) hatte sich der Schweregrad der angegebenen Depression nach sechs Wochen halbiert. Knapp ein Drittel der Patient:innen (35,6 %) berichtete über Nebenwirkungen. Es wurden jedoch keinerlei schwerwiegende Nebenwirkungen wie z.B. Psychosen beobachtet, sondern ausschließlich als mild eingestufte Nebenwirkungen. Je vier Patient:innen, also 6,8 Prozent, gaben trockene Augen, einen trockenen Mund, mehr Appetit an; jeweils zwei Patient:innen, also 3,4 Prozent, gaben weniger Konzentration, Müdigkeit, oder Delirium an; jeweils ein:e Patient:in berichtete über Übelkeit, Kopfschmerzen, Geschmacksveränderung, einen kratzenden Rachen, Lethargie oder innerliche Unruhe. Diese Ergebnisse bestätigen die Sicherheit der ärztlichen Behandlung mit medizinischem Cannabis.

Zu den Hauptautoren zählen:

  • Dr. rer. medic Michael Specka, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, LVR-Universitätsklinik Essen, Wissenschaftler und Erstautor der Studie.
  • Prof. Dr. med. Norbert Scherbaum, Direktor der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, LVR-Universitätsklinik Essen sowie Vorsitzender des Vorstands der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen e.V..
  • Prof. Dr. med. Udo Bonnet, Chefarzt der Klinik für Seelische Gesundheit im Evangelischen Krankenhaus Castrop-Rauxel, Mitglied der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen .
  • Dr. med. Julian Wichmann, Facharzt sowie Gründer und Geschäftsführer von Algea Care.
  • Prof. Dr. med. Norbert Scherbaum, Direktor der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, LVR-Universitätsklinik Essen:

 

„Das Thema Cannabis hat in der psychiatrischen Forschung vor allem in Hinblick auf die Cannabisabhängigkeit sowie bei der Entstehung schizophrener Psychosen Bedeutung. Hingegen wird der therapeutische Nutzen von Cannabis sowie seinem Hauptwirkstoff THC weniger untersucht. Die Ergebnisse dieser Studie sind erste Hinweise auf den Nutzen und die Sicherheit bei der ärztlichen Behandlung von Depressionen mit medizinischem Cannabis. Aufgabe zukünftiger Forschungsprojekte wird es sein, diese ersten positiven Ergebnisse in prospektiven, kontrollierten Studien zu überprüfen.”

Dr. rer. medic. Michael Specka, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, LVR-Universitätsklinik Essen und Erstautor der Studie: „In Deutschland verordnen nicht nur Fachärzt:innen für Psychiatrie und Psychotherapie Medikamente bei depressiven Erkrankungen, sondern auch viele Hausärztinnen und Hausärzte. Bisher fehlt es allerdings an wissenschaftlichen Daten zur medizinischen Anwendung von Cannabis bei depressiven Erkrankungen, wenn es auch eine auf Anekdoten basierte Verschreibung von Cannabis bei psychischen Erkrankungen gibt. Die Diskrepanz zwischen der Praxis und der Evidenzlage hat unsere wissenschaftliche Neugier geweckt. Die Ergebnisse unserer Studie erweitern die Evidenz bezüglich der Behandlung mit medizinischen Cannabis in Deutschland.“

Dr. med. Julian Wichmann, Gründer und CEO Algea Care: “Die positiven Ergebnisse dieser unabhängigen Auswertung von anonymisierten Behandlungsdatensätzen bestätigen die konstanten Erfahrungen mit uns kooperierender Ärztinnen und Ärzte, sowie Berichte von Patient:innen: Medizinisches Cannabis kann auch dann positive Therapieergebnisse erzielen, wenn andere therapeutische Ansätze nicht die erwünschten Effekte erzielt haben. Gleichzeitig sind Nebenwirkungen selten und im Vergleich zu üblichen Medikamenten nicht schwerwiegend. Mit dieser Forschung möchten wir auch dazu beitragen, dass Cannabis als natürliches Arzneimittel in einem evidenzbasierten Schulmedizin-System seinen festen Platz findet. Die Kombination aus Telemedizin und Digitalisierung ermöglicht uns heutzutage strukturierte Auswertung valider Zusammenhänge der Cannabistherapie insbesondere bei ambulanten Behandlungen.  Wir halten wissenschaftliche Daten für entscheidend, um die bestehenden Vorbehalte gegenüber Cannabis als effektives Medikament im ärztlichen Alltag zu widerlegen.“

Hintergründe zu diesem Forschungsprojekt

Es handelt sich um eine wissenschaftlich unabhängige Studie ohne Bereitstellung von finanziellen Mitteln. Die Patient:innen registrierten sich auf der Telemedizin-Plattform (www.algeacare.com), füllten einen medizinischen Fragebogen aus und reichten ihre Unterlagen zu ihrer Krankengeschichte ein. Die Patient:innendaten wurden vom medizinischen Personal von Algea Care  überprüft und bewertet – diejenigen, die aufgrund ihrer chronischen Depression für eine medizinische Cannabis-Behandlung grundsätzlich in Frage kamen, wurden von einem spezialisierten Arzt bzw. einer Ärztin im Rahmen eines persönlichen Erstgespräches untersucht und beraten. Schließlich wurde den Patient:innen, die für die Therapie zugelassen waren, medizinisches Cannabis verschrieben, und es wurden alle 4-6 Wochen digitale Verlaufskontrollen mit Arzt/Ärztin mittels Videokonsultationen durchgeführt.

Über Algea Care

Algea Care ist die bundesweit erste und führende Plattform für die telemedizinisch unterstützte und evidenz-basierte, ärztliche Behandlung mit medizinischem Cannabis. In Folge der in 2017 zugelassenen medizinischen Nutzung von Cannabis hat sich das 2020 in Frankfurt gegründete Unternehmen auch als wegweisender Pionier in der ärztlichen Behandlung mit spezifisch geeigneten Bestandteilen der Hanfpflanze wie zum Beispiel Cannabidiol (CBD) entwickelt. Das Angebot von Algea Care richtet sich an Patient:innen, deren herkömmliche Therapien bisher nicht erfolgreich waren und die zur Behandlung ihrer chronischen Erkrankungen und Beschwerden (z. B. Cannabis gegen Depressionenchronische Schmerzen, Multiple Sklerose, Epilepsie, Morbus CrohnADHS oder Schlafstörungen) nun auch auf natürliche Arzneimittel auf THC- und CBD-Basis setzen. Dabei stehen die Patient:innen und die nachhaltige Verbesserung ihrer Lebensqualität im Mittelpunkt des gesamten Angebots des Algea Care Teams.

Über die Website www.algeacare.com können sich Patient:innen schnell und unkompliziert registrieren und – nach einer sorgfältigen medizinischen Prüfung der Patient:innenunterlagen – einen Arzttermin in einem der bundesweiten Therapiezentren in Deutschland anfragen. Dort beraten und behandeln speziell geschulte spezialisierte Ärzte die Cannabis verschreiben, sofern eine medizinische Indikation gegeben ist. Nach einem Ersttermin in einem der Therapiezentren können – sofern medizinisch vertretbar – Folgetermine bequem per Videosprechstunde erfolgen. Mittels modernster telemedizinischer Technologie ermöglicht Algea Care den Patient:innen einen umfangreichen Full-Service: Angefangen von der Terminbuchung über die ärztliche Anamnese und Therapiebegleitung bis hin zur Unterstützung bei Fragen der Medikation und sonstigen Begleitthemen stehen Expert:innen den Patient:innen umfassend zur Seite.

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